Voraussetzungen für Baudenkmal Instandsetzung

Voraussetzungen für Baudenkmal Instandsetzung

Baukultur und Prägung in Deutschland

Baukulturprägung der verschiedenen Regionen durch entwickelte und erprobte Traditionsbautechniken

Wer ein Baudenkmal instand setzen will, sollte sich von der Unteren Denkmalschutz Behörde beraten lassen, die auch den Vertre­ter des Landesamtes für Denkmalpflege zu einem gemeinsamen Gespräch hinzuzieht. Dieses Gespräch hilft Zeit und Geld sparen, da so Umplanungen vermieden werden. Eric Mozanowski Immobilienexperte und Autor (Investieren in Denkmale) berichtet als Referendar in Seminarveranstaltungen und Veröffentlichungen über den „Denkmalschutz im Wandel der Zeit“. Vorgehensweise für eine erfolgreiche Umsetzung der Denkmalpflege und Denkmalsanierung von Baudenkmälern werden im Besonderen von Herrn Mozanowski aufgegriffen und diskutiert.

Stellenwert der Denkmalpflege

Für alle Maßnahmen der Denkmalpflege ist es außerordentlich wichtig, ein altes Gebäude gut zu kennen. Oft müssen deshalb Statik und Konstruktion des Baudenkmals untersucht werden. Um alle Bauschäden und Mängel feststellen zu können, ist unter Umständen ein genaues, die Verformungen des Gebäudes aufzeigendes Bauaufmaß notwendig. Verborgene Schäden können damit analysiert werden, die Baugeschichte lässt sich in ihrem Ablauf nachvollziehen. Mit einer Befunduntersuchung wird die Abfolge historischer Farbgebung und deren Beschaffenheit festgestellt.

Anstrichmaterialien in vorindustrieller Zeit waren in der Hauptsache Kalke; sie wurden mit natürlichen Pigmenten (Ocker, geriebene Holzkohle, fein gemahlene Gesteine) getönt. Als Fresko ausgeführte Anstriche in Kalk besaßen eine unnachahmliche Brillanz und Frische.

Historische Putze, Verkleidungen oder Farbfassungen erzählen greifbar etwas über das Architekturverständnis vergangener Zeiten. Ziel der Denkmalpflege ist es daher, das ursprüngliche Gestaltungskonzept zu erforschen, zu dokumentieren und zu erhalten. Kirchenmaler, Restauratoren, Bauforscher und Architekten führen entsprechende Voruntersuchungen durch. Auch wenn nur noch geringe Reste alter Oberflächen am Gebäude vorhanden sind, lässt sich durch eine Befunduntersuchung meistens noch feststellen, wie das Baudenkmal ursprünglich gestaltet war und wie spätere Zeiten das Gebäude interpretiert haben.

Für diese Voruntersuchungen gibt es Fachleute. Die denkmalpflegerische Bestandsaufnahme wird von Bauaufnehmern, die Befunduntersuchung von Restauratoren durchgeführt. Werden diese Arbeiten fachgerecht erbracht, ist eine Bezuschussung aus Denkmalpflegemitteln möglich.

Bautechnik mit Tradition

Tradition folgend gibt es unterschiedlichste Bautechniken an Fassaden. Steinsichtige und ziegelsichtige Fassaden kommen bereits in romanischer bzw. gotischer Zeit vor. Allerdings gibt es auch damals schon überkalkte, überschlämmte und verputzte Fassaden. Stadtmauern, Burgen und Häuser aus Bruchsteinmauerwerk waren gleichfalls in der Regel immer verputzt. Seit der Renaissance imitierte man in Putz auch Quadersteine, vornehmlich an Sockeln und Gebäudeecken, gliederte durch Rahmungen und Felder, Pilaster und Lisenen, Nutzungen und Stuckornamente.

Außerdem wurden durchgefärbte Putze verwendet, man malte auf glatt verputzte Wände reiche Architekturgliederungen oder nutzte die gesamten Fassadenflächen für Bildfolgen. Malerei gibt es auf Fassaden schon zu allen Zeiten. In manchen Regionen war es zeitweise üblich, die Fassaden zu verkleiden. Dazu dienten kleinteilige, oft ornamental gliedernde Schindeln, besonders im Allgäu, im Bodenseeraum und in der Rhön, oder Naturschiefer, zum Beispiel im Fichtelgebirge.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

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