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Baudenkmal und Wahrung von Kulturdenkmalen

Kulturdenkmäler sind geschichtlich gewordene Schätze, die es zu bewahren gilt

Das Spektrum ist weit: ein gotisches Münster, eine barocke Klosteranlage, ein Jugendstilgebäude, eine Zehnscheuer, ein Madonnenbildstock, ein Brunnen, aber auch technische Kulturdenkmäler wie z. B. ein aufgelassenes Bergwerk. Im weiteren Seminarbeitrag von Eric Mozanowski wird die Abgrenzung der Bedeutung von Kulturdenkmälern zum modernen Begriff Denkmal erläutert und die Aufgaben im Besonderen der kirchlichen Bauverwaltung erörtert.

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Das kulturelle Erbe

Was bringt die Zukunft, wenn in der nächsten Generation bei möglicherweise nicht reduziertem Gebäudebestand nur etwa die Hälfte der heutigen Kirchensteuerzahler dazu beitragen, dass das kulturelle Erbe der Kirche, das doch uns allen gehört, zu erhalten gilt? Diese Frage steht eng verbunden mit der Wahrnehmung nicht für den Erhalt der Werte in Verbindung zum Nutzungskonzept, sondern auch der Pflicht zum kulturellen Erbe. Im Rahmen einer Reihe von Seminaren diskutiert und informiert Eric Mozanowski über den Denkmalschutz in Deutschland und im Wandel der Zeit. Weiterlesen

Denkmalpflege: Immobilien im Wandel der Zeit

Denkmalschutz bedeutet: Das Andenken an das Wissen und die Fähigkeiten unserer Vorfahren zu ehren und schützen

Die Denkmalpflege zeigt uns anschaulich unser Verhältnis zu unseren Vorfahren. In erhaltenen Baudenkmälern spiegelt sich nicht nur die Arbeit, Kreativität und Energie unserer Vorfahren bei der Errichtung spektakulärer Bauten wieder sondern auch das Herzblut und die Leidenschaft der Erbauer sind in Gebäuden bis heute ablesbar.

Wesentliche Aufgaben der Denkmalpflege

Dieses Fortleben weiterzutragen ist eine wesentliche Aufgabe der Denkmalpflege. Gleichzeitig ist ein behutsamer Umgang mit dem überlieferten Gut und ein großes Verständnis für das überlieferte Wissen nötig um denkmalgeschützten Gebäuden gerecht zu werden. Die Denkmalpflege muss sich immer wieder mit der Frage auseinandersetzen: was hätte der Bauherr damals an meiner Stelle mit moderneren Methoden und Möglichkeiten im Hintergrund im Sinne des Bauwerks entschieden. Es wäre vermessen ein Gebäude lediglich „schön“ machen zu wollen, da dieser Begriff nicht objektiv anzuwenden ist und die Wertung historischer Bauten keine Frage des guten Geschmacks sein darf. Eric Mozanowski weist darauf hin, dass es häufig einfacher ist eine Sanierungsmaßnahme durchzuziehen, die ein Gebäude, das lange verfallen ist, schöner und nutzungstauglicher macht, dann öffentlichkeitswirksam zu verkaufen. Dennoch muss sich der Architekt oder Bauherr die Frage gefallen lassen, ob er im Sinne des Bauwerks handelt oder nur im Sinne des materiellen Nutzens, den ein Gebäude nach der Sanierung hat. Natürlich ist es von besonderer Bedeutung, dass es Investoren und Interessierte gibt, damit überhaupt eine Sanierung umgesetzt werden kann. Doch es bedarf hier eine gute Zusammenarbeit, die Sensibilisierung auf verschiedenen Ebenen und die Bereitschaft zur Kompromisslösung.

Denkmalpflege auch als Moderator geeignet

Hier kommt der Auftrag der Denkmalpflege ins Spiel. Sie hat die Aufgabe im Sinne des Denkmals zu entscheiden und somit auch im Sinne der ursprünglichen Erbauer und Architekten. Um dieses ablesbar für den Laien zu machen, sind Dokumentationen, Bauforschung und bauvorbereitende Untersuchungen notwendig. Erst durch diese Maßnahmen ist auch eine objektive Bewertung und eine Entscheidung im Sinne des Denkmals möglich. Oft ist erst durch diese Maßnahmen ein sinnvolles Konzept der Sanierung möglich, das gleichzeitig den Anspruch haben sollte, dass Denkmalpflege und Fortschritt keine natürlichen Feinde sind.

Es lässt sich nicht leugnen, dass viele weitere Interessen die Entscheidung bezüglich der Sanierung oder dem Umbau von historischer Bausubstanz beeinflussen. Aber immer wieder zeigen aktuelle Beispiele, dass sich nutzungsbedingte, materielle, touristische, öffentlichkeitswirksame, ökologische und viele weitere Interessen, die mit der Idee unserer Vorfahren, die die historisch wertvollen Baudenkmäler gebaut haben, die wir zu bewahren, zu ehren und zu schützen haben, vereinbar sind.

Eric Mozanowski: „Betrug die Herausforderung bislang nur die Sichtweise, dass die Immobilie, das Baudenkmal saniert und damit für die moderne Zeit nutzbar gemacht wurde, um diese dann weiter zu bewohnen oder zu nutzen, sollten wir über den Rand schauen und alle bemüht sein, die Schätze, die uns unsere reiche Kultur hinterlassen hat zu schützen und zu bewahren, um das Andenken an das Wissen und die Fähigkeiten unserer Vorfahren zu ehren, die die Basis darstellen für das was wir heute wissen und können.“

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Denkmalpflege in Deutschland – Kulturdenkmale der Kirche

Die Erhaltung kirchlicher Kulturgüter ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das auf Traditionen begründet werden kann. Zu beachten gilt, dass nicht nur für die Kirchengeschichte, sondern auch für die Lokal- und Kulturgeschichte kirchliche Kulturgüter seit jeher von herausragender Bedeutung sind. Wir gehen noch einen Schritt weiter, denn sie sind mehr als nur Funktionsträger, die den partikularen Interessen einer Kirchengemeinde dienen, sie gehören zum Erbe der gesamten Bevölkerung und stehen – schon aus den Intentionen der christlichen Verkündigung heraus – allen Besuchern offen.

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