Prägung und Anregungen für Volkswirtschaft, Gesellschaft, Gewaltbegriff im letzten Jahrtausend

Eric Mozanowski – Diskussion Inhouse Veranstaltung Stuttgart: 2014 – Wo bleibt die Aufregung über das Politische? Wo die großen Kontroversen durch Persönlichkeiten?

Diskussionsbeitrag Eric Mozanowski: Prägung und Anregungen für Volkswirtschaft, Gesellschaft, Gewaltbegriff im letzten Jahrtausend

Diskussionsbeitrag Eric Mozanowski: Prägung und Anregungen für Volkswirtschaft, Gesellschaft, Gewaltbegriff im letzten Jahrtausend

Diskussionsveranstaltung mit dem Stuttgarter Eric Mozanowski, Immobilienexperte und Autor von Fachwerken zu Denkmalimmobilien und Immobilien im Wandel der Zeit,  begrüßt die zahlreichen Teilnehmer aus dem Stuttgarter Raum. „Die aktuellen Nachrichten, Entwicklungen und Veränderungen weltweit rufen nicht nur nach Anteilnahme, Hilfe, sondern sollten unseren Blick über den Tellerrand hinweg betrachten lassen. Wo bleibt die Aufregung über das Politische und die Kontroversen durch Persönlichkeiten?“ stellt Herr Eric Mozanwoski die Frage in den Raum. Im Rahmen dieser Art von Veranstaltungen soll eine Plattform für Diskussionen ermöglicht und geschaffen werden. Immobilienexperte Eric Mozanowski informiert in regelmäßigen Seminarveranstaltungen über Herausforderungen für die Unternehmensgestaltung, Weiterführung, Nachfolgeproblematiken und den wirtschaftlichen Entwicklungen durch die politischen Vorgaben. Besondere Persönlichkeiten in der jüngeren Geschichte des Landes prägten in Zeiten der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen auch die Unternehmensentwicklung. Ausschnitte hierzu veröffentlicht Immobilienfachmann Eric Mozanowski in den digitalen Medien.

Persönlichkeit Rudolf Dutschke

Als Rudolf Dutschke am 24.12.1979 in Dänemark starb verließ eine politische Figur die Bühne der Auseinandersetzung, wie sie heute 2014 fehlt. Nur neununddreißig Jahre wurde er.

Eric Mozanowski kurz zur Erinnerung der sehr deutschen Biografie in den Worten Jürgen Habermas; „der aktive Protestant verweigert den Wehrdienst, kann in der DDR nicht studieren und geht nach Westberlin; im SDS (dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund) setzt er sich mit einer antiautoritären Politik durch, avanciert zum einflussreichsten Wortführer der Protestbewegung in der Bundesrepublik, wird im verhetzten Berliner Klima Opfer eines Attentats; der Schwerverletzte erholt sich in England, wird dann aber aus dem klassischen Land der politischen Emigration wegen subversiver Tätigkeit ausgewiesen; er lehrt seitdem als Gastdozent in Aarhus, pendelt zwischen Dänemark und der Bundesrepublik – stets auch auf der Hut vor einer nächsten Aggression.“

Werte und Norm: Überzeugung – Idee – Stimme – Charisma

Anders als 2014 war da jemand, der sich nicht nur auf Facebook engagierte, sondern eine Figur, die bereit war, Familie, Einkommen und Ruf, ja sogar Leben für die Idee einer besseren Welt einzusetzen, gibt Eric Mozanowski bewundert zu bedenken.  Rudolf Dutschkes Stimme, sein Charisma sind geblieben. Natürlich waren seine Ideen zu viel für die Gesellschaft und deren Veränderung in den sechziger und siebziger Jahre. Habermas sagte: „bewundernd von den rebellierenden Studenten gesagt, die seien entzündet von einer Leidenschaft für Praxis – für ein Handeln, das einem kommunikativ gebildeten, gemeinsamen Willen entspringt. Tatsächlich hat diese Idee die leidenschaftliche Existenz des wahren, des wahrhaftigen Sozialisten Rudi Dutschke inspiriert seit jenen Tagen, da er mit Mitgliedern der „Subversiven Aktion“ –einem sehr späten Ausläufer der Dadaisten – in Berührung kam, bis zuletzt, als er sich den grünen Basisdemokraten zugesellte. Inspiriert hat ihn der Gedanke einer radikal-demokratischen, nicht-instrumentellen, einer auf kommunikativ verflüssigte Formen der Organisation angewiesenen Politik. Diese Idee ist einerseits zu einfach, um einer weitläufigen Theorie zu bedürfen, und doch angesichts einer undurchsichtigen Komplexität zu überschwänglich fast, um noch Überzeugungskraft zu gewinnen – es sei denn durch die Verkörperung in einer integren, ausstrahlungskräftigen Person: „Die Parteien lassen sich nur noch als Instrumente der Exekutive benutzen. Wie steht es um die innerparteiliche Demokratie bei CDU und SPD? Wo ist da noch Selbständigkeit der Parteimitglieder? Worin drückt sich die aus? Was geschieht auf den Parteitagen? Die Parteitage…: keine Selbständigkeit von unten, nur noch Manipulation von oben; Führer, die keinen Dialog mit der Basis führen; verselbständigte Führungselite, die es gar nicht mehr will, daß eine Diskussion stattfindet – da nämlich die praktisch-kritische Fragestellung das Ende der bürokratischen Institutionen wäre. Und das will man nicht.“ Dieser Satz von Rudi Dutschke ist ein gutes Dutzend Jahre älter als der Berliner Parteitag der SPD. Was Dutschke meint, ist trivial und überschwenglich zugleich: eine Politik, die bedeutet, daß sich eine Lebensform ändert.“

Weiterhin diskutiert wurde die Bedeutung Dutschkes für die damalige Zeit mit Blick in die Heutige. Eric Mozanowski zusammenfassend, dass die Figur des Rudolf Dutschke für Anregungen im Bereich der Volkswirtschaft, der Gesellschaft, des Gewaltbegriffs, der deutschen Nation und des Terrors steht. Stimmen wie die von Rudolf Dutschke und vielen anderen Persönlichkeiten fehlen in der aktuellen Diskussion, bei der der übergriffige Kapitalismus und das Internet Staaten und Ideen der Aufklärung bedrohen.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

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