Immobilienmarkt Berlin – Was tut sich am Markt der Eigentumswohnungen? Steigen die Preise genauso wie die Mieten?

Die Berliner Ortsteile im Immobilien-Check. Klar ist 2014, dass die Preise für Wohneigentum steigen, und zwar doppelt so schnell wie die Mieten. Im Vergleich zu anderen Großstädten gilt Berlin immer noch als preiswert im Einkauf. Deshalb stehen bei den Berliner Immobilienmaklern die Telefone nicht mehr still. Weltweit wollen Investoren, seien es Familien aus Athen, seien es Rentenfonds aus den Vereinigten Staaten, am Berliner Immobilienmarkt einsteigen. Das liegt daran, so der Autor Eric Mozanowski in einem Seminarbeitrag, dass der Immobilienpreis in Berlin immer noch als preiswert gilt.

Mietpreisentwicklung – Eigentumswohnung Quadratmeterpreis

Immobilienmarkt Berlin

Immobilienmarkt Berlin

Die Mieten steigen und das Rechts- und Wirtschaftssystem gilt als stabil. Das Magazin „Euro“/ „€uro“ hat einen Immobilienatlas für das Jahr 2014 herausgebracht. Der Trend für die Hauptstadt Berlin zeigt, dass die Preise für Eigentumswohnungen, doppelt so schnell steigen wie die Mieten. Für den Stichtag Ende Dezember 2013 galt, dass im Schnitt 7,20 Euro Miete gezahlt wurden. Für den Quadratmeterpreis Eigentum sind es etwa 1.950,00 Euro.

Die Preise steigen in Neukölln besonders stark. Hier sind es 1.963,00 Euro pro Quadratmeter. Das sind 17,1 % mehr als im Vorjahr. In Hellersdorf sind Wohnungen preiswert, dort im Schnitt der Quadratmeter für 1.000,00 Euro.

Die teuersten Wohnungen stehen in Berlin im Grunewald, einem Vorzeigebezirk, so ähnlich wie Grünwald in München oder Am Bismarckturm oder Feuerbacher Heide in Stuttgart. Hier kostet die durchschnittliche Wohnung 3.400,00 Euro pro Quadratmeter bzw. im Monat netto (ohne Betriebskosten) 10,50 Euro Miete. In den Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg und Schöneberg liegt die Mietrendite unter 4 %. Anders als in Pankow und Lichtenberg, bei denen die Mietrendite wesentlich günstiger ist.

„Die Wohnungsmieten sind in den letzten Jahren um etwa 4 bis 5 % pro Monat gestiegen. Dies liegt daran, dass in Berlin unter den Mietern viel Fluktuation herrscht und die Mietpreisbindungen für Neuvermietungen nicht gelten“, so Eric Mozanowski.

Lage – Preis – Kosten: „Den Gewinn macht man beim Kauf“

„Die alte Marktregel, beim Immobilienkauf kommt es auf die Lage an, gilt nach wie vor. Dies wird darin bestätigt, dass wenn zur Zeiten einer Höchstpreisphase gekauft wird, besonders auch auf das Umfeld, die Aussicht und den Lärmschutz geachtet werden muss. Weiterhin zeigt die Erfahrung, dass Immobilien in guter Lage stabiler bleiben, auch wenn ansonsten die Preise fallen“, weist Eric Mozanowski die Teilnehmer mit Praxisbeispielen aus Berlin, Stuttgart, München, Hamburg hin.

Hierbei gilt, dass die Finanzierung von Anfang an stimmen muss. Deutschlandweit sehen sich 50 000 Immobilieneigner einer Zwangsversteigerung gegenüber, weil sie sich aus verschiedenen Gründen übernommen haben. Kreditanfragenauswertungen in Berlin und München ergaben, dass im Schnitt nur 12% Eigenkapital zur Finanzierung beigetragen haben und der Restbetrag mit Bankkrediten. Experten raten, den Mindesteinsatz von Eigenkapital bei ca 30% für einen soliden Kauf einzuhalten. Erfahrungswerte bestätigen, dass Käufer dann weniger von Zwangsversteigerungen betroffen sind. Zu Buche schlagen auch die laufenden Kosten: Nebenkosten, Makler-, Grundbuch und Notargebühren, Steuern und Instandhaltung. Kredite sind schnell aufgenommen, aber um nicht in die Überschuldung zu geraten gilt, dass der monatliche Schuldendienst nicht mehr als ein Viertel des laufenden Nettoeinkommens betragen sollte.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

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