Eric Mozanowski, Stuttgart: Münster als Fahrradparadies – Warum?

Ein Trend zum Fahrrad ist bei der Entwicklung der Fortbewegung in Städten klar zu spüren – Städte mit ausbaufähiger Fahrradinfrastruktur liegen klar im Vorteil

Städteplanung unterliegt der Beachtung der ständigen Veränderung aus Wirtschaft, Kultur, technologischem Fortschritt und der damit verbundenen Lebensqualität der Bewohner. Was macht die Attraktivität einer Stadt für die Bewohner aus? Zu viele deutsche Städte sind vom Leerstand bedroht, dadurch sinkt die Attraktivität und das Gegenwirken zur Abwärtsentwicklung entwickelt sich zum Kraftakt. Der Trend entwickelt sich zum gesunden miteinander. Der Buchautor – Investieren in Denkmale – äußert sich in dem Beitrag, der Teil eines Vortrags in Berlin war, zu den Gründen, warum Münster ein Fahrradparadies ist. Seine Beiträge rund um die Erwachsenenbildung werden im Blog veröffentlicht.

 

Eric Mozanowski, Stuttgart: Münster als Fahrradparadies – Warum?

Münster das Fahrradparadies

Mozanowski einführend: „Münster bleibt das große deutsche Fahrradparadies, nicht zu vergleichen mit Stuttgart oder anderen Städten, die nicht im Flachlandland liegen. Spitzenreiter ist als fahrradfreundlichste deutsche Großstadt fühlen. Dieses ergibt sich aus Untersuchungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (Kategorie 200.000 Einwohner). Die Stadt Freiburg – ok, nicht gerade Flachland – ist auf dem zweiten Platz.

In der Kategorie Städten mit 100.000 bis 200.000 Bewohner verteidigte Erlangen seinen Titel. Bei den kleineren Kommunen mit weniger als 100.000 war es die Stadt Bocholt.

Münster führt als Fahrradstadt? Warum?

Geografische Lage, Förderung durch die Politik, junge Stadtbevölkerung, dass sind die Punkte, die Fahrradstädte ausmachen.

Münster hat Vorteile, weil das norddeutsche Flachland eine Ausbreitung der Stadt möglich macht. Es sind kaum Steigungen vorhanden. Auf der anderen Seite ist Münster nicht so groß, dass die Nutzung von Fahrrädern aufgrund der Entfernungen nicht sinnvoll ist. Städte in Gebirgen, mittelalterliche enge Innenstädte machen Radnutzungen nicht möglich. Studenten – Freiburg und Münster als Universitätsstädte helfen. Ganz wichtig: Förderung durch die Politik. Das Hauptaugenmerk muss auf einer Trennung von Kfz.- und Lkw.-Verkehr und Radverkehr liegen. Nachträgliche städtebauliche Umbauten sind hier kostenintensiv und komplex. Vorteile haben hier wiederum Gemeinden, der ursprünglich breite Verkehrsschneisen unproblematisch genutzt werden können. Radfahrstädte sind im Kommen, so Mozanowski. Untersuchungen belegen, dass die Möglichkeit sicher und ohne Schwierigkeiten Fahrräder zu nutzen, von der Bevölkerung als erhebliche Steigerung der Lebensqualität empfunden wird.

Regelmäßig werden Städte vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz der so genannte Fahrradklimatest durchgeführt. Durch diese Umfrage wird die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands gekürt. Die Stadt Münster gewann schon fünfmal diese Auszeichnung, obwohl auch manche Stimmen finden, dass die Radfahrer durch ihr massives Auftreten und ihrer gefühlten Überlegenheit ein gewisses „rüpelhaftes Verhalten“ an den Tag legen. Aber auch aufgrund der Auszeichnungen ist Münster über die deutschen Grenzen sehr bekannt.  Aus aller Welt werden Verkehrs- und Städteplaner von Münsters Stadtbauamt empfangen. Verkehrsplaner erfahren praxisnah, wie Fahrradverkehr innerstädtisch gegenüber dem Kraftverkehr ausgebaut und umgesetzt werden kann. Aus der Praxis und dem selbererleben werden Erfahrungen gesammelt.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich.

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