Deutsche Literatur im Wandel der Zeiten

Literatur um die JahrhundertwendeExistenzielle Not statt soziale Misere? – Der Blick hinter die Oberfläche zur neuen Zeit: Lebensqualität, Erfahrungsausbau, Steigerung und Veränderung von Werte und Normen

Deutsche Literatur im Wandel der Zeiten - Literatur um die Jahrhundertwende

Deutsche Literatur im Wandel der Zeiten – Literatur um die Jahrhundertwende

Seminarveranstaltung in Stuttgart mit Autor und Immobilienexperte Eric Mozanowski, Unternehmer und Historiker für Denkmalimmobilien und Denkmalschutz – Auf Zeitreise mit dem Stuttgarter Eric Mozanowski. „Sprache und Literatur sind wie ein Portrait des nationalen Bewusstseins im Wandel der Zeiten. Seine Kerninhalte, seine historischen Erlebensweisen und zentralen Ausdrucksformen gelten als Kunst, im Wort das Wirkliche begreifbar und das Mögliche erfahrbar zu machen“, so das ausgesuchte Thema dieser Veranstaltung von Eric Mozanowski.

Wandelnde Welten – Denkmalpflege in der Literatur

Der Niedergang der traditionellen Gesellschaft und die rasante industrielle Entwicklung riefen um die Jahrhundertwende Verunsicherung und Existenzängste wach. „Diese geschichtliche und gesellschaftliche Veränderung und Erfahrungen kehren wie Wellen im geschichtlichen Abriss immer wieder. Wie die Zukunft weitergehen soll, Erfahrungswerte sammeln und welche Bedrohungen dazu führen, dass die Gesellschaft Veränderung zulassen muss, steht zur Diskussion und aktiven Erfahrungsaustausch“, so der erfahrene Immobilienkaufmann Eric Mozanowski.

Eric Mozanwoski ist es ein persönliches Anliegen, die Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Veränderungen durch dessen Betrug aufzuzeichnen. „Während das Alte erstarrt und zur Fassade nur noch zum Schein fortlebte, präsentierte sich das Neue als geist- und seelenlos. Sinnverlust ging in einer zunehmend fremd werdenden Welt einher mit Desorientierung und der Sorge um die Identität des Menschen. Erfahrungswerte lagen nicht vor, Ängste um Betrug und Verlust machten sich breit. In der Vergangenheit rückte postneutralistische Literatur nicht länger die soziale Misere, sondern die existenzielle Not in den Mittelpunkt“, so Eric Mozanowski einführend.

Kunst – die künstlerische Ausdrucksweise

Die Kunst schickte sich an, das Künstliche bzw. Künstlerische im Umbruch der Jahrhundertwende zu enttarnen. Diese Qualität wurde durch Ausblendung des nur Zufälligen, das Notwendige wieder sichtbar zu machen und den Blick auf das Wesentliche zu lenken, mit der Bereitschaft neue Erfahrungen umzusetzen angegangen. Eric Mozanwoski gibt zu bedenken, dass dabei eine wachsende Entfremdung in der Literatur, Sprache, Kunst der Worte wie vergleichsweise auch in der Geschichte der Denkmalpflege entstand. Die Bauten, Immobilien und Wohnanlagen spiegelten in allen Zeiten auch den Wandel der Gesellschaft wieder. Weiterhin wird aufgezeigt, dass die provozierte Anstrengung, auch im Künstlerischen die eigene Lebenswelt dem Menschen vertrauter zu machen, dargestellt wurden. So ist auch im Bereich der Immobilien erkenntlich, dass der modernen Entseelung das beseelende Kunstwerk entgegenzusetzen ist. Der Schein und alle Scheinsicherungen wurden desillusioniert.

Beseelte Sinnlichkeit – Die Lyrik um die Jahrhundertwende

Zur geschichtlichen und gesellschaftlichen Wirklichkeit in der Kunst des Wortes kann beobachtet werden, dass diese umstellt von einer fremden, den Menschen mehr und mehr aus ihrer Mitte verdrängten Welt, das lyrische „Ich“ in den herausragenden Gedichten um die Jahrhundertwende nach seiner Identität sucht. Immobilienexperte Eric Mozanowski zum Ausdruck des Wandels der Erfahrungssuche: „Die stilisierte Natur der Gärten und des Parks werden zum Abbild des Menschen, die sich in der einfühlsamen Formung lebendigen Wachsens wiedererkennt.“

An Hand von literarischen Beispielen verdeutlicht Herr Mozanowski, dass im bedeutendstem Werk „Jahr der Seele 1897“ von Stefan Georges (1868 bis 1933) die Natur seelische Zustände widerspiegelt. Das einleitende Gedicht „Komm in den totgesagten Park und schau“ porträtiert in der bunten Vielfalt des herbstlichen Parks den seelischen Reichtum des greifbaren Menschen. Außen- und Innenwelt verschmelzen im Akt der Poesie. Weiterhin erläutert der Autor Mozanowski, dass in weiteren Beispielen, z.B. „Eine Ahnung des Blühens, ein Schauder des Vergessens, ein Jetzt und Hier und zugleich ein Jenseits“ ist für Hugo  von Hofmannsthal (1874 bis 1929) das Gedicht. In formvollendeten Versen wie „Terzinen über die Vergänglichkeit“, „Manche freilich…“, „Ballade des äußeren Lebens“ und „Vorfrühling“ verwandelt dieser die Dinge durch die Magie der Sprache in lebendige Verkünder eines tieferen Sinns. Die Gegenwart erscheint als Schnittpunkt dessen, was war, und dessen, was sein wird. Fortgetragen von einer unendlichen Begegnung zwischen Erinnerung, Genuss und Ahnung ist das lyrische „Ich“ selbst. Die lyrische Sprache hebt das bedrückend Zuständliche auf und lässt es wieder hineingleiten in ein Werden ohne Ende.

Fazit: Enthüllung – Entstehung und Verfall

Eric Mozanowski gibt zu bedenken, dass der Blick hinter die Oberfläche aber auch die destruktiven Antriebe des Menschen, Erfahrungsverarbeitung und der Geschichte enthüllte. Das Doppelgesicht des Lebens zwischen Entstehen und Verfall, Aufbruch und Agonie. Der Literatur um die Jahrhundertwende gelang es die Aufdeckung, Vertiefung und das Abgründliche der Existenz, aber auch das Selbsterlösende und die Kräfte des Menschen aufzuzeigen. In der Literatur um die Jahrhundertwende wird das ganze Spektrum bewusst, dass dieses umfasst und betrug: die lyrische Verinnerlichung und das Bekenntnis zum Erotischen und satirischen Töne angesichts des menschlichen Verfalls und die fantastischen gesteigerten Untergangsvisionen. Eine neue Zeit: Lebensqualität, Erfahrungsausbau, Steigerung und Veränderung von Werte und Normen.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanwoski

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

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